Einsatzübung 2011

Ein Reisebus kam auf einem Betriebsgelände im der Samtgemeinde Ahlden von der Straße ab, stürzte eine Böschung hinunter, überschlug sich dabei mehrfach und kam wieder auf allen Rädern zum Stehen. Das Dach des Busses war in der Mitte bis zu den Kopfstützen eingedrückt, 28 Verletzte, einschließlich des Busfahrers befanden sich noch in dem Bus. Kraftstoff und weitere Flüssigkeiten traten aus dem Fahrzeug aus und gelangten in einen benachbarten Bach.
Das war das Einsatz-Szenario, zu dem am 20. Juli 2011 die Ortswehren Hodenhagen, Hademstorf und Schwarmstedt alarmiert wurden. Der Einsatz teilte sich in zwei Abschnitte: Die Ortswehren von Hodenhagen und Schwarmstedt sicherten die Einsatzstelle direkt um den Bus, stellten den Brandschutz sicher und retteten die "verunglückten" Reisenden, die von den Ortswehren Essel, Norddrebber und Eickeloh gespielt wurden. Die Hademstorfer Wehr hatte den Auftrag, auf dem naheliegenden Bach und Kanal Ölsperren zu errichten und Öl von der Wasseroberfläche aufzunehmen.
Die Rettung der "verletzten" Busreisenden erwies sich zum Teil als sehr aufwändig. Die Türen wurden mit hydraulischer Schere und Spreizer geöffnet, das stark eingedrückte Busdach mit hydraulischen Stempeln abgestützt. Einige Sitze wurden mit der Hydraulikschere abgeschnitten, um eine "patientengerechte Rettung" zu ermöglichen. Die Schauspieler hatten feste Rollen zugewiesen bekommen, nach denen sie bewußtlos, leicht oder stark eingeklemmt waren. Die ehrenamtlichen Retter konnte dies an einem schriftlichen Hinweis am jeweiligen Opfer entnehmen und hatten danach zu handeln. Das Hantieren mit dem schweren Gerät im Bus, sowie das Vorwärtskommen im schmalen Gang, bei eingedrücktem Dach erwies sich sich oft als sehr schwierig, so dass über mobile Arbeitsrampen viele "Patienten" durch die Fenster gerettet wurden. Das Zusammenspiel aller Wehren funktionierte sehr gut, die Einsatzleiter fanden aber auch gemeinsam mit Gemeindebrandmeister Thomas Zimmermann Ansatzpunkte zur Verbesserung - Ziel dieser Übung war nicht primär die Menschenrettung, sondern das Zusammenspiel mehrerer Feuerwehren, auch über die Gemeindegrenzen hinaus.
Nach einer Stunde waren alle 28 "verunglückten" Busreisenden gerettet und alle Aufgaben abgearbeitet. Insgesamt waren 4 Ortswehren mit 60 Einsatzkräften in 12 Fahrzeugen, sowie die Johanniter Unfallhilfe mit 7 Rettern vor Ort. Besonderer Dank gilt an Bernd Scharmach für die Überlassung des Betriebsgeländes für diese Übung, dem Schrotthandel Markus Wiebe aus Schwarmstedt, der den vor gut 2 Jahren ausgemusterten Bus für diese Übung "zwischenlagern" konnte und auch dem Abschleppdienst Schwiening aus Wedemark, der das große Übungsobjekt von A nach B bewegte. Im Anschluss an die Übung stärkten sich Opfer, Retter und alle Beteiligten mit Wurst und Fleisch vom Grill.






Die Hademstorfer Wehr baute eine Ölsperre auf, um das "ausgelaufene Öl" aufzuhalten und abzusaugen.
