Einsatzübung am Fluplatz Hodenhagen


Flugunfall auf dem Flugplatz Hodenhagen

Hodenhagen Zwei Kleinflugzeuge stoßen in der Luft zusammen, eines stürzt in eine Halle des Flugplatzes Hodehagen, welche daraufhin in Brand gerät. Das zweite Flugzeug kann schwer beschädigt landen, die Besatzung ist allerdings schwer verletzt im Flugzeug eingeklemmt.

Was sich liest wie das Drehbuch für einen Katastrophenfilm, ist in Wahrheit die Ausgangslage für eine Übung auf der die Feuerwehren der Samtgemeinde Ahlden zusammen mit den Kräften der Johanniter Unfallhilfe ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen konnte. Am vergangenen Samstag, den 22. April fand beim Aeroclub Hodenhagen die Ausbildung neuer Flugleiter statt. Nach einer kurzen Vorstellung der Feuerwehr und der Ausbildung im Umgang mit Handfeuerlöschern am Vormittag, wurde es am Nachmittag ernst, denn auch das Zusammenspiel zwischen Flugleitern und Rettungskräften sollte trainiert werden.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Hodenhagen kümmerten sich zusammen mit den Kräften der Johanniter Unfallhilfe um die beiden eingeklemmten Insassen des Flugzeuges. Die technische Rettung wurde hier anhand eines Autos demonstriert. Da die Kräfte nicht ausreichen konnten, um auch noch das Feuer zu bekämpfen und eine vermisste Person zu retten, ließ der Gemeindebrandmeister Alexander Prenzel, Alarm für alle Feuerwehren der Samtgemeinde auslösen.

Nach deren Eintreffen, übernahmen diese die Brandbekämpfung der Flugzeughallen. Dazu wurde an einem nahegelegenen Teich eine Wasserentnahmestelle eingerichtet und das Feuer mit diversen Strahlrohren bekämpft. Parallel gingen mehrere Atemschutztrupps zu Rettung einer vermissten Person vor.

Nachdem alle Personen gerettet und versorgt, sowie das Feuer aus war, konnte Alexander Prenzel ein positives Feedback ziehen. Er zeigte sich mit der gezeigten Leistung sichtlich zufrieden. Auch der Aeroclub Hodenhagen war sich sicher, dass die Übung auf beiden Seiten dazu beigetragen hat, für einen hoffentlich nie eintretenden Ernstfall, gerüstet zu sein.

Text & Fotos: Thomas Klamet, stv. Kreispressesprecher Abschnitt Süd

Samtgemeinde Dienstversammlung 2017


GRETHEM (dl). Bei der Dienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Samtgemeinde Ahlden am Freitag in Grethem lag „Musik in der Luft“: Die Feuerwehrmusikkapelle Eilte unter Leitung von Dietmar Dunker eröffnete die Versammlung.

Danach gab Gemeindebrandmeister Alexander Prenzel den Takt an. In seinem Jahresbericht wies er darauf hin, dass in der Feuerwehr zwar gute Ausrüstung und gut ausgestattete Fahrzeuge sehr wichtig seien, aber letztlich seienes immer die Menschen, die retten. Prenzel zeigte sich zufrieden über die Freiwilligen, die in den sechs Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde Ahlden ihren Dienst leisten. Insgesamt waren zum 31. Dezember vergangenen Jahres 173 Feuerwehrkameraden und 37 Kameradinnen in den Wehren der Samtgemeinde aktiv. Im Vergleich zum Vorjahr waren das elf Aktive mehr. Die Verteilung in den Altersgruppen kann sich sehen lassen: Bei den unter 20-Jährigen leisten 19 Aktive Dienst (fünf mehr als im Vorjahr), 40 im Alter von 21 bis 27 Jahren und immerhin 60 Ehrenamtliche im Alter von 28 bis 40 sowie 39 im Alter von 41 bis 50 sind aktiv dabei. Bei den über 50-Jährigen sind es immer noch 50 aktive Feuerwehrkameraden. Auch für den nötigen Nachwuchs in der Feuerwehr sei gesorgt. Mit der Gründung einer Kinderfeuerwehr in Hodenhagen will man wie bereits in Hademstorf schon die Jüngsten ab sechs Jahren begeistern.

Einen Wechsel nach insgesamt 24 Jahren gab es im Kommando der Ortsfeuerwehr Grethem-Büchten. Der neue Ortsbrandmeister Kai Dinges sowie sein Stellvertreter Julian Eggers werden in der nächsten Ratssitzung offiziell in ihr Amt eingeführt. Mit dem Blick in die Zukunft gerichtet, so Prenzel, habe man sich auch im Gemeindekommando viele Gedanken gemacht. „2017 tut sich was“, versprach er. Gemeint waren vor allem der geplante Neubau in Hodenhagen und die vorliegenden Bedarfspläne, um die sich nun die Politik kümmern müsse. Prenzel sagte dies mit einem Blick auf den neuen Samtgemeindebürgermeister Carsten Niemann, der in diesem Jahr zum ersten Mal an einer Mitgliederversammlung der Gemeindefeuerwehr Ahlden teilnahm. Anschließend blickte der Gemeindebrandmeister noch einmal ins abgelaufene Jahr zurück und berichtete über insgesamt 125 Einzelalarmierungen, die zu 89 Einsätzen führten. 24 Brandbekämpfungen und 45 technische Hilfeleistungen vor allem bei Verkehrsunfällen zeigt die Statistik. Besonders bemerkenswert war die tierärztliche Unterstützung im Serengeti-Park, bei der die Wärmebildkamera bei der Untersuchung eines Elefanten helfend eingesetzt werden konnte.

Nach einer von mehreren musikalischen Einlagen der Feuerwehrmusiker aus Eilte fügte der stellvertretende Gemeindebrandmeister Kai Rosemann die Statistik zu den besuchten Lehrgängen an und appellierte an alle aktiven Feuerwehrleute, die zugeteilten Lehrgänge auch wahrzunehmen. Gemeindejugendfeuerwehrwart Ive Böse berichtete über 37 Jungen und 25 Mädchen mit einem Altersdurchschnitt von 13,29 Jahren in fünf aktiven Jugendortsfeuerwehren. Er appellierte an die aktiven Kameraden, die Jugendarbeit nicht nur mit gut gemeintenRatschlägen, sondern auch mit helfenden Händen zu unterstützen. Besonderen Beifall erhielt Böse für die Aussage, dass in den vergangenen Jahren immerhin 45 Mitglieder aus der Jugendfeuerwehr an die Einsatzabteilungen der Ortsfeuerwehrenabgegebenwerden konnten. Dies entspräche der Stärke von zwei Ortsfeuerwehren. Die Kinderfeuerwehr in Hademstorf verfügt über neun Mitglieder. Die neu gegründete Kinderfeuerwehr in Hodenhagen zähle zurzeit 25 Kinder. Samtgemeindebürgermeister Niemann sprach die Zukunft der Gemeindefeuerwehr Ahlden an. „Investitionen von heute geben die Richtung vor“, sei er sich sicher und wies auf eine „offene Tür für ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr Eickeloh“ hin. Auch die in Planung befindliche Wache in Hodenhagen weise den Weg, wie man in Zukunft aufgestellt sein müsse. Er wisse, dass Feuerwehr „nicht irgendein Job sei, sondern eine Berufung“ – und, nicht zu vergessen, immer noch ein Ehrenamt. Die Feuerwehr müsse in der Gesellschaft mehr in den Fokus gerückt werden und nicht als selbstverständlich wahrgenommen werden. Es gelte, sich stark in der Kinder- und Jugendarbeit zu engagieren und schon den Grundschulen thematische Angebote zu machen. Weiterhin müsse man mit den Arbeitgebern der aktiven Kameraden sprechen, um die Tagesverfügbarkeit der Einsatzkräfte zu erhöhen.
Im Anschluss an die Berichte fanden die Ehrungen verdienter Kameraden sowie die Beförderung von Alexander Prenzel zum Hauptbrandmeister und Kai Rosemann zum Oberbrandmeister statt. Eine herausragende Auszeichnung erhielt Dietmar Dunker (Feuerwehr Eilte) vom Landesfeuerwehrverband aus den Händen von Richard Meyer (stellvertretender Verbandsvorsitzender) für sein 50-jähriges Engagement in der Feuerwehr als aktiver Kamerad und Leiter der Feuerwehrmusikkapelle Eilte. Dunker, der völlig überrascht wurde von dieser Ehrung, zeigte sich besonders geehrt. Meyer erinnerte an zahlreiche musikalische Höhepunkte, die im Laufe der vergangenen Jahrzehnte von Dunker geprägt wurden. Er habe damit „ein Stück Feuerwehrgeschichte geschrieben“. Weiterhin wurden Norbert Singpiel aus Hodenhagen für 50 Jahre Mitgliedschaft und Hermann Weber aus Grethem-Büchten für 40 Jahre geehrt. 25 Jahre sind Torsten Wolf aus Ahlden und Thomas Seite aus Hodenhagen Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr.

Text: Doris Lawrenz, Walsroder Zeitung
Foto: Feuerwehr Samtgemeinde Ahlden

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